Traveling: Island - Der ultimative Reiseguide für den Westen

Island wir kommen!!! Dieses Land übte schon immer eine unglaubliche Faszination auf mich aus. Die Landschaft ist einfach unbeschreiblich schön. Das schwarze Lavagestein mit dem grünen Moos, die einsamen Strände mit den Islandpferden, Wasserfälle in jeder Grösse und einfach viel Platz!

Ich mag Menschen, aber in Island vermisse ich sie nie. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl mal einen ganzen Strand nur für sich zu haben. Ganz alleine ein paar Muscheln sammeln zu können. Einfach zu fahren ohne jemanden anzutreffen. Alleine auf einem Hügel zu sitzen, etwas zu snacken und nur die Vögel zu hören.

Dieses Mal hatten wir nicht unendlich viel Zeit uns durch die Landschaft von Island treiben zu lassen. Denn in knapp 72 Stunden würden wir für den Reyjavik-Marathon wieder zurück in der Stadt sein müssen.
Also was macht man da? Wir erkunden den Westen, mit einem kleinen Mietauto.
Los geht es von der Bucht bei Mosfellsbær.

Unterkunft
Die ersten Tage hatten wir uns da ein tolles Airbnb gemietet. Das Brekka Cabin ist nicht weit von der Ringstrasse, also dem Golden Circle entfernt. Diese Unterkunft ermöglichte uns, an den weiteren Tagen schnell und unkompliziert zu ein paar Sehendwürdigkeiten zu kommen. Und das haben wir gemacht…

Tag 1:

Nationalpark von Thingvellir
Ein bisschen wandern? Im Nationalpark von Thingvellir ist dies möglich, ganz ohne grosse Steigungen oder miese Wege. Auf einem toll präparierten Holz-Weg kann man entlang toller Gesteinsformationen gemütlich laufen gehen.Es gibt verschiedenen Parkplätze und ein Besucherzentrum mit Essen, einen Souvenirshop und Toiletten. Wenn man von hier aus, entlang der Steinmauer oder den Seen läuft kommt man auch schnell zum Öxarárfoss. Einem kleinen Wasserfall der wunderschön ist. Ich denke gerade mit eher jüngeren Kindern in diese Tour (ca. 2-5km) sehr gut machbar.

Friðheimar Tomaten Farm
Um etwas leckeres über den Mittag zu essen, waren wir in der Friðheimar Tomaten-Zucht. Diese Tomaten Farm ist ein richtiger Touristenmagnet. Im Treibhaus gibt es viele leckere Gerichte aus den hauseigenen Tomaten. Es lohnt sich vorher anzurufen und einen Tisch zu reservieren! Da wir das nicht gemacht haben, haben wir unsere Tomatensuppe mit Brötchen an der Bar gegessen. Wir waren nach dem Wandern einfach zu hungrig um noch weiter zu fahren oder zu warten. Dazu hatten wir einen Tomatentee, welchen ich jetzt nicht nochmals bestellen würde und ein veganes Dessert - Apple Pie im Teracotta Topf.

Gulfoss - Wassefall
Nach dem Essen ging es weiter zu dem zweistufigen Wasserfall Gullfoss. Foss bedeutet auf Isländisch übrigens immer Wasserfall. Der Wasserfall ist super eindrücklich und gerade wenn es ein bisschen nieselt und die Sonne scheint, was ein typisches Wetter für Island ist, gibt es einen tollen Regenbogen. Auch hier hat es einen grossen Parkplatz, Shop und Toiletten.

Geysir, Strokkur und das Restaurant Glima
Von Gulfoss aus ging es als letzten Programmpunkt noch zu den Geysiren. Der grosse Geysir und Strokkur liegen wie der Gullfoss auch auf dem Golden Circle, also an der Ringstrasse welche Rund um Island führt. Strokkur bricht alle 4 bis 10 Minuten aus und erreicht dann eine Ausbruchshöhe von 15 bis 20 Metern. Mega imposant. Man kann gespannt warten… Wenn man möchte kann man auch noch auf den kleinen Hügel in der Nähe laufen und hat von dort aus einen tollen Überblick über die Szenerie. Hier noch mehr Infos dazu. Neben den Geysiren gibt es dann auch noch ein paar Shops und ein Restaurant - das Glima. Wie durch ein Wunder gibt es hier auch veganen Kuchen. Und ja, der Erdbeer-Schoko-Kuchen war saulecker. Dazu gab es noch vegane Pizza, der Teig war aber etwas labbrig und es war etwas gar viel «Käse» darauf. Aber hey, vegane Pizza!

Falls du nicht soviel lesen magst, gibt es hier das Video dazu!

Tag 2:

Kerið - Krater
Kerið ist ein kleiner Kratersee in der Nähe von Selfoss. Dieser tiefblaue und kleine Kratersee bildet einen tollen Kontrast zum roten und orangefarbenem Gestein in der Umgebung. Der Krater ist ca. 6500 Jahre alt und liegt in der vulkanisch aktiven Zone die zu dem grössten Eruptionsgürtel gehört. Nämlich dem Reykjanes-Langjökull Gebiet. Man kann relativ schnell, rund um den See laufen und gelangt auch über eine Treppe herunter zum Seeanstoss.

Tag 3:
Kleifarvatn Lake
Am Tag nach dem Marathon war Wellness angesagt. Darum machten wir uns nach dem Frühstück von Reykjavik auf um in die Blue Lagoon zu fahren. Auf dem Weg dahin wollten wir noch kurz beim Kleifarvatn Lake anhalten und etwas spazieren. Nachdem wir uns einmal verfahren hatten, fanden wir doch noch den richtigen Weg. Verfahren heisst überigens, wir hatten eine Strasse versucht zu befahren die unser kleines Mietauto nicht schaffte ;-)

Der Kleifarvatn ist der grösste See der Umgebung. Der See ist wunderschön und je nach Wetter hat er eine ganz besondere Farbe. Er begann nach einem Erdbeben im Jahr 2000 plötzlich zu schrumpfen und teilweise im Boden zu versickern. Inzwischen hat er sich aber wieder ziemlich gefüllt. Die Spalten unter ihm haben sich offensichtlich wieder geschlossen. Der See ist bekannt für solche Vorgänge.

Leider hat es, gerade als wir da waren, begonnen in Strömen zu regnen. Typisch Island, das Wetter kann in Sekunden wechseln. Ich war dann wirklich nur kurz am See, aber bei schönen Wetter lohnt es sich sicher hier noch ein bisschen Zeit für einen Spaziergang entlang des See’s einzuplanen und sogar einen Picknick zu machen. Falls du zur Zeit der Papageientaucher in Island bist, schau dir den Vogelfelsen Krýsuvíkurbjarg in der Nähe noch an!

Seltún Geothermal Area
Wenn man vom Kleifarvatn Lake weiter fährt merkt man schon bald, dass man in einer speziellen geothermisch aktiven Gegend ist. Es raucht überall aus der Erde und man sieht schon von weitem, heisse Dämpfe die aus der Erde kommen. Bei Seltún hat es besonders viele dieser speziellen Erdlöcher aus welchen es blubbert und brodelt. Zu den blubbernden Schlammlöchern kommt man ganz einfach, es gibt zur Anfahrt einen grossen Parkplatz und von da an führen Holzstege zu den spannenden Stellen. Aber nicht mit leeren Magen gehen! Es riecht sehr sehr stark nach Schwefel und mir hat das schonmal fast den Magen umgedreht…

Von den Hängen aus gibt es auch verschiedene gekennzeichnete Wanderwege auf den Berg dahinter den Sveifluháls. In einer Tiefe von 1000 m beträgt die Temperatur 200° Grad. Die Wanderwege führen auch weiter zu kleinen Seen nördlich des Hochtemperaturgebietes.

Und auch hier gibts ein Video! Vergiss nicht den Youtube-Channel zu abonnieren!

Wellness in der Blue Lagoon
Wer sich Bilder von Island ansieht, sieht wahrscheinlich auch gerade Bilder der Blauen Lagune. Diese ist schon zum fast ein Markenzeichen von Island. Leute von der ganzen Welt kennen Bilder der Lagune und wie es aus diesem blauen Wasser raucht. Jeder Instagramer war schon hier und es sind unglaublich schöne Bilder entstanden. Das Wasser wird durch die geothermischen Aktivitäten aufgeheizt und ist so schön warm.

Als wir in Island waren, war es genau an diesem Tag windig, kalt und es hat geregnet. Also eigentlich ganz gut um im angenehm warmen, mysteriös blauen Wasser zu chillen. Die Tickets für den Eintritt hatten wir vorab gebucht. Dies ist auch wirklich nötig, da nur eine gewisse Anzahl an Leuten in die blaue Lagune gelassen werden. Und ein günstiger Spass ist der Eintritt auch nicht, aber wir fanden, es hat sich gelohnt.

Da ich nach dem Marathon ganz schön müde Beine hatte, war es ideal ein bisschen zu schwimmen und im Wasser zu liegen.

Nach dem Welness waren wir auch noch im Lava Restaurant der Blue Lagoon essen. Es war der oberhammer! Wenn es dich interessiert, schau dir die Bilder dazu im nächsten Beitrag an!

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Island Travelguide -  Vegan unterwegs in Island