Traveling: Jerusalem

Von Palästina ging es zum Schluss unserer Reise wieder zurück nach Israel. Oder genauer gesagt nach Jerusalem. Der heiligsten Stadt in ganz Israel. Es wimmeln nur so von Religion und Kultur.

Da wir zum Schluss der Reise noch einen ruhigen Rückzugsort haben wollten, haben wir uns in der Villa Brown, gut gelegen zwischen der Altstadt und dem Mahane Yehuda Market einquartiert. Und das die Unterkunft war wirklich ein Highlight. Das Hotel ist sehr geschmackvoll eingerichtet, hat eine grosse Terasse, ein Kino und eine kleine Bibliothek.

Zum Frühstück gab es eine kleine Karte mit verschiedenen Menüs zur Auswahl. Leider war nichts das als vegan deklariert. Sie haben mir dann auf meine Bitte hin, das Müsli einfach mit Sojamilch statt mit Joghurt gemacht. Dazu gab es leckeres Brot, verschiedenen Confituren und wie überall, unglaublich leckeres Hummus aus Kichererbsen.

Unweit von unserem Hotel gab es auch einen grossen Markt. Der Yehuda Market ist wirklich unglaublich. Es gibt viele Stände wo man sich mit frischen Früchten, Gemüse, Brötchen oder Süssigkeiten eindecken kann. Wenn man also in der Nähe wohnt ist dies ein absolutes Paradies.

Soviel verschiedene Früchte und Gemüse benötigt man als Tourist natürlich nicht, meist kocht man ja in den Ferien nicht selber. Aber ich habe mir vom «The Halva Kingdom» zum Beispiel einen grossen Pot mit Tahini, der Sesampaste die man für ein tolles Hummus benötigt, mitgebracht. Sooo verdammt lecker! Wenn du demnächst nach Jerusalem gehst, melde dich bitte, und bring mir nochmals einen Pot mit! Zudem kann man sich toll mit Datteln und anderen Trockenfrüchten eindecken.

Am Yehuda Market hatte ich nach all dem Hummus auch mal wieder Lust auf etwas ganz anderes und habe mich riesig gefreut einen kleinen Stand zu finden mit frischen Säften, Kombucha und einer Acai-Bowl.
Das geforerene Püree aus der Acai-Frucht wird ja meist mit gefrorenen Bananen und etwas Kokoswasser und eventuell noch Datteln gemischt.

Ich liebe diese Bowls, weil man die Toppings meist selbst bestimmen kann und sie gerade im Sommer wirklich erfrischend sind. Zudem war die Bowl, gerade für Israel, ziemlich günstig. Also unbedingt ausprobieren, und vielleicht magst du ja sogar noch einen Saft?! Oder ein hauseigenes Kombucha? Es gibt in Jerusalem auch viele Streetfood Touren durch die Stadt. Auch für Veganer! Also wenn noch Zeit übrig bleibt, geh doch mal mit!

In der Stadt sind wir wie die irren Hühner alle Sehenswürdigkeiten abgelaufen. Von der Klagemauer hin zum Felsendom und in die Ölberge. Jerusalem ist das religiöse Zentrum vom Judentum und auch vom Christentum. Es wimmelt von Pilgergruppen welche von einer heiligen Stätte zur nächsten wandern. Und auch viele Gläubige von den drei grössten Religionen sind überall unterwegs.

Man merkt wirklich, das in Jerusalem unglaublich viel los ist. Am besten besorgst du dir einen Reiseführer und schreibst dir vorab raus, welche Sehenswürdigkeiten du dir anschauen möchtest. So kannst du dir einen Plan machen und rennst nicht nur hin und her.

Am Freitag und Samstag (Shabbat) würde ich dir nicht empfehlen diese Orte zu besichtigen. Am Freitag sind viele Juden unterwegs um an der Klagemauer zu beten und es wimmelt daher nur so von Gläubige. Zudem hat am Freitagnachmittag und am Samstag bis auf Restaurant, alles geschlossen. Auch die Züge fahren nicht, auch nicht mal an den Flughafen… Wenn dein Flug also an einem Freitag zurück in die Schweiz geht, prüfe vorher wie du zum Flughafen kommst. Es gibt einen einzigen Bus der fährt, ansonsten musst du dir ein teueres Taxi bestellen. Was ziemlich ins Geld geht.

Nach den grössten Sehenswürdigkeiten in Jerusalem sind wir auch noch ein bisschen durch die Nachbarschaft von unserem Hotel spazieren gegangen. Uns ist schon bei der Ankunft aufgefallen das es sehr viele Ultra Orthodoxe Juden bei uns in der Nähe gibt. Auf unserem Spaziergang sind wir dann in das Quartier Me'a Sche'arim gekommen. Hier wohnen fast auschlisslich Ultra Orthodoxe. Die Zeitungen und News werden als Plakate auf die Wände geklebt, da die Gläubigen keinen Fernseher und Mobile-Phones besitzen.
Auf Schildern wird auch darauf aufmerksam gemacht, wie man sich anziehen soll und das Touristengruppen das Viertel nicht besichtigen sollen. Diese haben wir aber erst als wir auf dem Rückweg waren, gesehen.

Nach dem üppigen à la Carte Frühstück im Hotel, hatten wir aber Mittags meist keinen riesen Hunger. Einen kurzen Stop haben wir dann aber doch im Cafe Bastet gemacht. Das schnuckelige Cafe bietet viele vegane Snacks und Mahlzeiten an, also perfekt für eine kleine Verschnaufspause. Wir hatten, wie sollte es anders sein, ein schwarzes Linsenhummus und einen scharfen Tomatensalat mit Pita. Es war wirklich lecker!

Alles in allem, ist Israel wirklick sehenswert. Man lernt viel über das Zusammenleben von verschiedenen Religionen und Kulturen, über die Geschichte und auch über Politik. In Isreal bin ich fast nie zur Ruhe gekommen, weil wirklich immer etwas los ist. Wer sich also für viel Geschichte und Kultur interssiert sollte Israel und Palästina unbedingt bereisen. Zudem gibt es hier das leckerste Hummus der ganzen Welt? Glaubst du nicht? Dann los!

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Vegan unterwegs in Jerusalem. Mit vielen wertvollen Tipps und Ideen.