Traveling: Tel Aviv

Eigentlich sollten uns unsere Sommerferien dieses Jahr nach China führen. Wir haben aber festgestellt das wir hierfür längere Ferien, eine besser Planung und etwas mehr Geld benötigen als angenommen. Daher haben wir uns entschieden, Israel zu bereisen. Das hört sich schon immer spannend an und hat eine ganz spezielle Faszination.

Israel ist durch seine Geschichte, den Krieg, die vielen Konflikte und seine heiligen Stätten auf der ganzen Welt bekannt. Ich bin also der Meinung. dass man sich dieses Land einfach mal ansehen muss. Daher geht es nun mit dem Flieger direkt nach Tel Aviv.

Unsere Unterkunft für die ersten vier Tage ist das Poli House. Das Hotel ist zentral und direkt neben dem Carmel Markt gelegen. D.h man kann easy zu Fuss zum Strand und sich immer mit Snacks vom Markt versorgen. Es gibt leckere Früchtebecher, Säfte, getrocknete Früchte und einen Haufen Klimbim.

Für Veganer in Tel Aviv ein absolutes Paradies. Es gibt fast kein Lokal welches hier keine veganen Speisen anbietet. Den Hummus, Falaffel und Taboulé bekommt man hier fast überall. Und dies natürlich auch schon zum Frühstück!

Das es viele vegane Gerichte gibt, kommt auch daher, das viele Juden koscher essen. Dies bedeutet, das Lebensmittel streng nach fleischigen und milchigen Produkte getrennt werden müssen. Und dies nicht nur beim Konsum, sondern auch schon beim Kochen. Zudem muss zwischen dem Verzehr von etwas fleischigen und z.B einem Stück Käsekuchen 6-8 Stunden liegen.

Dies hat in den letzten Jahren dazu geführt das die Nachfrage nach pflanzlichen Altnativen wie Sojamilch, pflanzenbasierte Joghurts und andere veganen Produkte gesteigert wurde. So müssen auch Personen die koscher essen wollen, auf nichts verzichten und haben zudem weniger Aufwand. Die Veganer freuts natürlich besonders!

Zudem gibt es in Israel sehr viele Menschen die sich für einen veganen Lebenstil begeistern. In einem Land in dem es ganzjährig frisches Gemüse und Obst gibt, sind die vielen vegane Mahlzeiten natürlich auch eine leckere Angelegenheit. Die Menschen aus Israel kommen zudem ursprünglich aus den unterschiedlichsten Ländern, daher hat auch die Küche so viele verschiedene Facetten. Viele der arabisch geprägten Speisen kommen sowieso ganz ohne Fleisch, Milchprodukte und Eier aus. Als Beispiel: Hummus, Falaffel, Baba Ganoush und Taboulé‎.

Aber du möchtest sicher wissen, wo wir essen waren. Hier ein paar Eindrücke.

Jonesy Gardener
Hier waren wir am ersten Tag sehr lecker Frühstücken. Ich habe mir das «Colorful Vegan Breakfast» bestellt.
Es gibt ein veganes Omelett aus Tofu, grilliertes Gemüse, Salat, Oliven und Pesto bekommen. Dazu habe ich mir noch einen Brotkorb und etwas Confiture bestellt. Es war der Hammer und reicht locker für zwei Personen. Am nächsten Tag habe ich dann auch noch das Oatmeal mit Früchten bestellt. Es war riesig und unglaublich lecker. Ich rate jedem, in Israel immer zuerst mal eine Portion zu bestellen und dann zu zweit zu schauen ob man alles essen mag. Wenn man noch Hunger hat, kann man immer noch nachbestellen. Meist reicht es locker für zwei Personen. Und Achtung! Israel ist nicht günstig ;-)

The Old Man and the Sea
Als wir bei unserem Abend-Spaziergang durch Jaffa am «The Old Man and the Sea» vorbeikamen, war sofort klar wo wir am nächsten Abend hingehen würden. Denn wen man hier ein Hauptgericht bestellt, bekommt man ungefragt eine grosse Anzahl an Mezzes dazu. Als Veganer war mein Hauptgericht, Spaghetti Pomodoro. Mehr gab es nicht, aber ich ass eigentlich sowieso nur die ganzen veganen Mezze. Es sind zwar nicht alle vegan, aber mein Mann ass zum Glück die vegetarischen auf. Dazu gibt es eine tolle Aussicht auf den Hafen, unglaublich leckere Mezze mit Pittabrot, einen Krug mit Zitronenlimonade und als Abschluss noch einen Minztee oder einen Kaffee. Was will man mehr?

Vista Coffee
Am Abend noch etwas durch die Gassen von Old Jaffa schlendern und etwas trinken? Nirgends geht das besser als im Vista Coffee. Mit seiner tollen Lage an der Strandpromenade in der Altstadt, kann man sich hier zu jeder Uhrzeit einen Kaffee,Hot Cider oder ein Bier holen und dazu noch etwas kleines Süsses schlemmen.
Wie in fast jedem Café in Israel gibt es auch Soja- oder Hafermilch und ein paar vegane Snacks. Ich hab mich auf anhin in die Dattelkugeln, gefüllt mit Halva, verliebt. Halva ist eine süsse Spezialität aus dem arabischen Raum und besteht aus meist aus Ölsamen und Zucker. Dazu wird je nach Geschmack noch Kakao, Mandeln oder Pistazien gegeben. Mega lecker!

Grundsätzlich aber muss ich zu Tel Aviv sagen, fast überall bekommt man tolles veganes Essen und Milchalternativen geboten. Daher einfach selbst ausprobieren…
Schreib mir doch im Kommentarfeld dein liebstens Lokal mit veganen Optionen in Tel Aviv!

Vegan Reisen durch Israel